Haus des Bürgers - Ramstein-Miesenbach

Villa Musica

Perlen der Romantik


Ervis Gega, Violine

Stipendiaten der Villa Musica

 

Wenn Ervis Gega Geige spielt, kommt man ins Träumen: Der satte Ton ist ihr Markenzeichen, die Bogenführung makellos, der Ausdruck tief berührend. Umjubelte Konzerte sind für die Mainzer Professorin nichts Neues. Gerade erst hat sie in den größten Konzerthallen Deutschlands im berühmten g-Moll-Konzert von Bruch brilliert. Nun kommt sie zur Villa Musica, um mit jungen Kollegen das herrliche g-Moll-Quartett von Brahms zu spielen. Der kräftige Schuss Balkan im „Zigeunerfinale“ liegt ihr im Blut: Vor bald 30 Jahren kam Ervis Gega als Flüchtlingskind aus Albanien nach Rheinland-Pfalz und konnte ihre eigene Hochbegabung dank freundlicher Menschen und staatlicher Förderung konsequent entwickeln. Umso leidenschaftlicher setzt sie sich für den Nachwuchs von heute ein, spielt mit einer jungen Pianistin und einem Cellisten Mendelssohns d-Moll-Trio. Auch die tragischen Erfahrungen von Exil und Lager in zwei Streichtrios aus Theresienstadt kann sie gestalten wie keine Andere. Die tschechischen Komponisten Hans Krása und Gideon Klein mussten in Auschwitz sterben, bloß weil sie Juden waren, also „anders“. Ein tief bewegendes Programm zwischen Perlen der Romantik und den Abgründen des 20. Jahrhunderts.

 

Felix Mendelssohn: Klaviertrio d-Moll, op. 49


Hans Krása: Passacaglia und Fuge für Streichtrio (1944)

Gideon Klein: Streichtrio


Johannes Brahms: Klavierquartett g-Moll, op. 25


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